Wespen
Wespen sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems – sie bestäuben Blüten und regulieren andere Insektenarten. Ein einziges Wespenvolk kann pro Tag bis zu 5.000 Fliegen oder andere Insekten vertilgen. Erwachsene Wespen sind überwiegend Vegetarier und ernähren sich von Zuckersäften der Pflanzen und Blüten. Wespen fliegen im Sommer überall dort, wo es kohlenhydratreiche Leckerbissen gibt. Ihr Nachwuchs benötigt allerdings tierisches Eiweiß, daher wird er mit Kleininsekten versorgt.
Für Menschen werden ausschließlich zwei Wespenarten als lästig und aufdringlich empfunden. Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Ihr schlechter Ruf beruht auf ihrer Fähigkeit, sich mit dem Stachel zu verteidigen. Besonders in den Sommermonaten kann es zu Problemen kommen, wenn Wespen in der Nähe von Wohnhäusern, Schulen, Gastronomiebetrieben oder Spielplätzen ihre Nester bauen. Diese werden meistens in dunklen Hohlräumen, auf Dachböden, hinter Verkleidungen, oder im Boden angelegt.
Wespen sind nicht nur störend, sondern in bestimmten Fällen auch gesundheitsgefährdend oder sogar lebensbedrohlich (z. B. bei Allergikern). In solchen Fällen ist es ratsam, einen Profi zu beauftragen, um eine fachgerechte und gesetzeskonforme Lösung zu finden.
Bekannte Arten in Österreich:
- Gemeine Wespe (Vespula vulgaris): Ist die bei uns am häufigsten vorkommende Art und reagiert auf Bedrohung relativ aggressiv. Die Nester umfassen 500 bis 7.000 Tiere. Am Speiseplan stehen neben Nektar und anderen zuckerhaltigen Pflanzensäften auch zuckerhaltige Nahrungsmittel des Menschen.
- Deutsche Wespe (Vespula germanica): Diese häufig bei uns vorkommende Wespenart nistet besonders gern an verborgenen Standorten. In seltenen Fällen nistet die Art auch frei und offen in hängenden Nestern. Es sind ca. 1000 bis 10.000 Tiere im Nest. Sie sind nicht besonders aggressiv.
- Haus-Feldwespe (Polistes dominula): Deutlich schlanker als andere Wespenarten, ist sehr friedfertig und greift maximal bei Störung in der Nähe der Nester an. Ein auffallendes Unterscheidungsmerkmal sind die nach unten hängenden Beine während des Fluges. Feldwespen bauen ihre Nester gerne an Häusern, unter Dächern und in Schuppen. Jedoch können auch Gegenstände wie Gießkannen oder hohle Schirmständer zum Objekt der Begierde werden.
Fakten:
- Wespen und Hornissen siedeln nur eine Saison lang an einem Standort – sie sind von Ende April bis in den Oktober aktiv und verlassen dann das Nest.
- Im Herbst sterben alle Arbeiterinnen und die alte Königin. Nur begattete Jungköniginnen überleben den Winter in einem geschützten Versteck abseits des Wespennestes.
- Ein leeres Wespennest wird nicht wieder besiedelt.
Gefahren:
- Schmerzhafte Stiche – bei Allergikern potenziell lebensbedrohlich
- Aggressives Verhalten bei Störung des Nestes
- Hygienerisiko in Gastronomie oder in lebensmittelverarbeitenden Bereichen
- Einschränkungen in der Nutzung von Gärten, Terrassen, Sportstätten oder Spielplätzen









